Tagesgeld vs Festgeld

Während es sich bei einem Tagesgeldkonto um ein verzinstes Konto ohne jegliche Laufzeitfestlegung handelt, wird bei einem Festgeldkonto von Termingeld gesprochen. Welche Vorteile, aber auch Gemeinsamkeiten beide Kontoformen aufweisen, möchten wir Ihnen hier näher erläutern.

Vorteile von Tagesgeld

Auf das Guthaben Ihres Tagesgeldkontos können Sie jederzeit zurückgreifen. Steht eine ungeplante Anschaffung ins Haus, können Sie das hier eingezahlte Guthaben für den Kauf verwenden. Binnen eines Tages wird der gewünschte Betrag auf das bei der Kontoeröffnung angegebene Referenzkonto überwiesen. Sollte jemand aus Versehen auf Ihre Kontodaten zurückgreifen und eine Überweisung auslösen, ist das Geld somit nicht verloren. Denn Sie können es jederzeit auf Ihr Tagesgeldkonto zurückbuchen. Um eine Abbuchung vornehmen zu können, benötigen Sie bei Online-Banken eine sogenannte TAN-Nummer. Diese kann – je nach Anbieter – entweder einer ausgedruckten Liste entnommen oder via SMS auf das Handy respektive Smartphone von der kontoführenden Bank übermittelt werden. Ist Letzteres der Fall, so verliert die TAN-Nummer nach maximal fünf Minuten ihre Gültigkeit. Da die Datenübermittlung hier über zwei separate Wege (Computer und Handy) erfolgt, ist sie als äußerst sicher anzusehen.

Ein weiterer Vorteil des Tagesgeldkontos liegt in der Zinsausschüttung. Diese erfolgt – je nach Anbieter – zum Ende eines jeden Monats respektive Quartals, mancherorts aber auch nur zum Jahresende. Bei einer monatlichen oder zumindest quartalsweisen Zinserstattung profitieren Anleger vom Zinseszinseffekt.

Finden Sie zwischenzeitlich einen zinsgünstigeren Tagesgeldanbieter, so können Sie Ihr Guthaben nach der neuerlichen Kontoeröffnung jederzeit zu dieser Bank transferieren. Aus diesem Grund zögern viele Banken Zinssenkungen heraus oder vermeiden sie gänzlich.

Vorteile von Festgeld

Während sich die Zinsen für Tagesgeldkonten jederzeit ändern können, ist dies bei Festgeldkonten nicht möglich. Hier gilt die zu Vertragsbeginn festgeschriebene Verzinsung für die gesamte Laufzeit. Senkt die Bank zwischenzeitlich die Zinsen für Festgeldkonten, so hat dies auf laufende Verträge keinerlei Einfluss. Da sich die Zinsen zwischen den einzelnen Kreditinstituten deutlich unterscheiden, sollten Sie vor Vertragsabschluss erst einen Vergleich der Finanzinstitute vornehmen. Bei diesem Vergleich treten manchmal Zinsunterschiede von einem Prozent und mehr zutage, und das bei gleicher Vertragslaufzeit und Anlagesumme.

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Nachteile von Tagesgeld

Kreditinstitute können die Verzinsung von Tagesgeldkonten jederzeit ohne Einhaltung von Fristen ändern. Manche verzichten zudem auch darauf, ihre Kunden vorab über die geplante Zinssenkung zu informieren. Sie als Anleger können das Geld aber jederzeit zu einem zinsgünstigeren Finanzinstitut transferieren, sobald Sie das entsprechende Konto dort eröffnet haben. Da die Verzinsung bei Tagesgeldkonten deutlich differiert und hier Zinsunterschiede von einem Prozent und mehr keine Seltenheit sind, ist es durchaus lohnenswert, einen Vergleich der einzelnen Anbieter im Internet vorzunehmen. Verlassen Sie sich keinesfalls auf die Angaben Ihres Bankberaters, der das Tagesgeldkonto seines Arbeitgebers als eines der Günstigsten anpreist. Genauso sollten Sie es übrigens auch handhaben, wenn Sie sich für eine Festgeldanlage entscheiden.

Nachteile von Festgeld

Steigen die Zinsen für Festgeldeinlagen wieder, hat dies ebenfalls keine Auswirkungen auf aktuell laufende Verträge. Hier bleibt es bei der festgeschriebenen Verzinsung. Zudem werden die Zinsen von den meisten Finanzinstituten erst zu Vertragsende ausbezahlt. Der Zinseszinseffekt entfällt hier also. Nur in ganz wenigen Ausnahmefällen können Sie auf das Guthaben von Festgeldkonten zurückgreifen. Das wird dann aber auch hohe Zinseinbußen zur Folge haben. Es gibt aber auch einige wenige Finanzinstitute, bei deren Festgeldkonten Anleger über bis zu 20 Prozent des eingezahlten Betrages jederzeit verfügen können. Und das, ohne große Zinsabschläge in Kauf nehmen zu müssen. Diese Anbieter können Sie ebenfalls durch einen Festgeldkontovergleich ermitteln.

Gemeinsamkeiten zwischen Tagesgeld- und Festgeldkonten

So unterschiedlich die beiden Kontoformen an sich auch sind, so gibt es doch einige Gemeinsamkeiten zu verzeichnen. Die Kontoführung erfolgt beispielsweise bei beiden Finanzangeboten in der Regel kostenlos. Vor allem, wenn sie von Online-Banken offeriert werden. Zudem werden sowohl das Tagesgeld- als auch das Festgeldkonto nur auf Guthabenbasis geführt, eine Überziehung ist schlichtweg nicht möglich. Manche Kreditinstitute gewähren zur Eröffnung eines Tagesgeld- oder Festgeldkontos auch einen Extrabonus, der bis zu 50 Euro betragen kann. Auch diesem Aspekt sollten Sie bei der Wahl des Anbieters Beachtung schenken. Vor allem dann, wenn einer dieser Anbieter zu den Zinsgünstigsten gehört. Für Ein- und Auszahlungen auf Tagesgeld- und Festgeldkonten muss zur Kontoeröffnung ein Referenzkonto angegeben werden. Nur von diesem können Einzahlungen vorgenommen werden. Wird eine Abbuchung veranlasst oder die Vertragslaufzeit endet, wird der auszuzahlende Betrag ebenfalls auf das Referenzkonto überwiesen. Bei dem Referenzkonto handelt es sich in den meisten Fällen um ein Girokonto. Wenn Sie es wünschen, können Sie dieses Konto ebenfalls bei der gleichen Bank eröffnen. Achten Sie dann aber bitte darauf, dass die Kontoführung kostenlos erfolgt und Ihnen so nicht noch zusätzliche Unkosten entstehen. Manche Kreditinstitute verlangen zur Eröffnung des jeweiligen Kontos auch eine Mindesteinlage, die beispielsweise bei einigen Tagesgeldangeboten bei 500 Euro liegt. Andere wiederum verzichten auf diese und gewähren die attraktiven Zinsen bereits ab dem ersten Euro. Bei einigen Tagesgeldangeboten ist die Verzinsung nur bis zu einem gewissen Betrag gültig. Für jeden darüber hinaus eingezahlten Euro wird ein wesentlich niedrigerer Zinssatz gewährt. In einem Vergleichsportal werden Sie auf die genauen Konditionen der einzelnen Banken detailliert hingewiesen. Guthaben auf Tagesgeld- und Festgeldkonten sind absolut sicher. Sie unterliegen dem Einlagensicherungsfond des Staates, in dem das kontoführende Finanzinstitut seinen Hauptsitz hat. Ist die Bank beispielsweise in Deutschland ansässig, so sind Einlagen von bis zu 100.000 Euro pro Bank und Kunde abgesichert.

FAZIT: Tagesgeld vs Festgeld:

Befürchten Sie, relativ kurzfristig zumindest auf einen Teil des Guthabens oder den Gesamtbetrag zurückgreifen zu müssen, ist das Tagesgeldkonto die bessere Anlageform. Können Sie hingegen auf Ihr Guthaben eine Zeit lang verzichten und möchten es sicher angelegt wissen, so sind Festgeldkonten die bessere Alternative. Können Sie sich zu keiner Entscheidung für die eine oder andere Anlageform durchringen, so ist es empfehlenswert, den Betrag zu splitten. Einen Teil können Sie auf einem Festgeldkonto zinsbringend anlegen, während Sie den Rest auf ein Tagesgeldkonto einzahlen.

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