So legen Eltern Geld für Ihre Kinder an

16. Januar 2015

Eltern, die ihren Kindern mit 18 Jahren ein eigenes Auto kaufen oder aber das Wunschstudium finanzieren wollen, benötigen ein entsprechendes finanzielles Polster. Da viele Eltern nicht die Möglichkeit haben, auf einen Schlag eine größere Summe zu investieren, bieten sich Sparpläne an. Diese sind auch mit kleinen Summen möglich und sorgen über die Jahre dafür, dass sich ein stattlicher Betrag ansammelt.

Eltern sollten Geld für ihre Kinder anlegen

Ein Kind kostet viel Geld. Vor allem mit dem Erreichen der Volljährigkeit, wenn das erste eigene Auto ansteht oder die erste eigene Wohnung eingerichtet werden soll, sind viele Eltern finanziell überfordert. Dabei ist es gar nicht so schwer, Geld für die Kinder anzulegen, denn die Sparpläne der Banken können oft bereits mit kleinen Summen abgeschlossen werden. Zudem beteiligen sich oft auch Großeltern und Verwandte an den Kosten. Schon Sparbeträge von 25-50 Euro monatlich können sich bei einer Rendite von 3 Prozent während einer Laufzeit von 18 Jahren zu einer stattlichen Summe entwickeln:

Sparbeitrag von 20 Euro Auszahlsumme: ca. 5.100 Euro
Sparbeitrag von 30 Euro Auszahlsumme: ca. 8.500 Euro
Sparbeitrag von 40 Euro Auszahlsumme: ca. 11.400 Euro
Sparbeitrag von 50 Euro Auszahlsumme: ca. 14.200 Euro

Wie Eltern Geld für ihre Kinder anlegen können Die Banken bieten für Eltern eine Reihe von Möglichkeiten, wenn Geld für Kinder angelegt werden soll. Die verschiedenen Varianten unterscheiden sich jedoch hinsichtlich ihrer Rendite sowie hinsichtlich der Verfügungsmöglichkeiten. Hinzu kommt, dass es nicht bei allen Geldanlagen möglich ist, Sonderzahlungen zu leisten, etwa wenn das Kind zum Geburtstag Geld von Verwandten geschenkt bekommt. Hier sollte genau geprüft werden, welche Möglichkeiten die Anlage bietet und ob diese zu den Wünschen der Eltern passt.

Der klassische Banksparplan

Ein Banksparplan ist die klassische Variante, Geld längerfristig anzulegen. Viele Banken bieten Sparpläne mit Laufzeiten von bis zu 20 oder 25 Jahren, sodass diese problemlos über viele Jahre genutzt werden kann. Der Mindestanlagebetrag, der zumeist bei 25 Euro liegt, kann je nach Wunsch monatlich, vierteljährlich oder halbjährlich gezahlt werden. Der große Vorteil bei dieser Anlage ist, dass die Verzinsung bereits bei Vertragsabschluss feststeht. Neben einer Grundverzinsung, die meist auf dem Niveau von Sparkontozinsen liegt, erhalten Anleger zusätzlich einen Zinsbonus, der in Abhängigkeit der Laufzeit gezahlt wird. Je länger Eltern also Geld für ihre Kinder anlegen, desto höher ist auch die Rendite. Kursrisiken sind ebenfalls nicht zu beachten, was den klassischen Sparplan zu einem sehr sicheren Investment werden lässt. Sonderzahlungen während der Laufzeit sind bei diesen Anlagen allerdings nicht möglich. Sollte der Vertrag vorzeitig gekündigt werden, verlieren Anleger zudem oft den Bonuszins und die Rendite sinkt auf Sparkontoniveau.

Der Fondssparplan

Als Alternative zum klassischen Banksparplan bieten sich Fondssparpläne an. Eltern können hier für ihre Kinder nahezu alle Fonds wählen und die Anlage so auf ihr persönliches Risikoprofil zuschneiden. Da Anlagen für Kinder möglichst sicher sein sollten, bieten sich hierfür vor allem Mischfonds an. Diese investieren nicht nur in Aktien, sondern auch in festverzinsliche Wertpapiere und Immobilien. So wird das Risiko gestreut und die Anlagen entwickeln sich relativ gleichmäßig. Kursverluste sind hierbei allerdings nicht auszuschließen. Aufgrund der langen Laufzeiten von 10, 15 oder gar 20 Jahren ist das Kursrisiko allerdings vergleichsweise gering. Eventuelle Kursverluste können während der Laufzeit ausgeglichen werden. Durchschnittlich haben Eltern so die Möglichkeit, höhere Renditen als beim klassischen Banksparplan zu erzielen. Zudem sind Fondssparpläne weitaus flexibler, denn sowohl Einzahlungen wie auch Auszahlungen sind jederzeit möglich.

Festgeldkonten und Sparbriefe

Eine ebenfalls sehr beliebte Form der Geldanlage für Kinder sind Festgeldkonten und Sparbriefe. Hier muss allerdings ein fester Betrag angelegt werden, der dann während der Laufzeit mit fest vereinbarten Konditionen verzinst wird. Ähnlich wie der Banksparplan sind auch Festgelder und Sparbriefe zu 100 Prozent sicher, denn die Gelder sind über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Durch das aktuell niedrige Zinsniveau ist es jedoch auch bei längerfristigen Anlagen kaum mehr möglich, einen Ertrag auf Höhe des Inflationsniveaus zu erreichen. Eltern sollten außerdem beachten, dass sowohl Festgelder wie auch Sparbriefanlagen sehr unflexibel sind, denn Verfügungen während der Laufzeit sind grundsätzlich ausgeschlossen. Auch Sonderzahlungen sind nicht möglich.

Mit diesen Anlageformen können Eltern Geld für Ihre Kinder anlegen:

  • klassischer Banksparplan
  • Fondssparplan
  • Festgeldkonten und Sparbriefe
  • Ausbildungsversicherungen bzw. Unfallversicherungen

Ausbildungsversicherungen als Sparvariante

Als weitere Sparvariante bieten sowohl Banken wie auch Versicherungsunternehmen die Ausbildungsversicherung an. Sie kann ebenfalls bis zum Alter von 18 Jahren abgeschlossen werden und basiert auf einer Lebensversicherung. Die Gelder der Eltern oder Großeltern werden hier während der Laufzeit entsprechend den Bedingungen der Versicherer investiert. Je nach Wunsch der Eltern kann die Anlage hier sicherheitsorientiert mit dem Garantiezins der Lebensversicherer oder alternativ über Investmentfonds erfolgen. Da der Garantiezins per Januar 2015 auf nur noch 1,25 Prozent gesenkt wurde, bietet es sich sicherlich an, auch hier die Investmentvariante zu wählen. Der große Vorteil einer solchen Ausbildungsversicherung ist die Tatsache, dass die monatlichen Sparbeiträge auch dann weitergezahlt werden, wenn dem Anleger, also den Eltern oder Großeltern, etwas zustößt. So sind die Kinder also auch in diesen Situationen geschützt. Zusätzlich zur Ausbildungsversicherung bieten einige Versicherer auch Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr. Hier sind die Kinder zusätzlich bei Unfällen versichert. Aufgrund der Risikobeiträge sind die Auszahlsummen der Versicherungen allerdings oft geringer als bei Banksparplänen oder Fondssparplänen.

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