Zinsstaffelung

Im Bereich der konservativen Geldanlagen lassen sich Banken und Finanzdienstleistungsunternehmen immer wieder neue Produkte und Varianten einfallen, um Kunden zu locken. Eine dieser Produktvarianten ist die Zinsstaffelung. Viele Kunden wissen leider nicht, was eine Zinsstaffelung ist und wie sich diese auf die Verzinsung ihrer Geldanlagen auswirken kann. Die Zinsstaffelung kann vor allem bei den Produkten gefunden werden, bei denen sich der Anlagebetrag häufig ändert. Jedoch können auch Anlageprodukte mit fester Laufzeit eine Zinsstaffelung beinhalten. Bei der Zinsstaffelung hängt die Verzinsung maßgeblich von der Höhe des Kontostandes ab. Legen Anleger zum Beispiel 1.000,00 EUR an, so bekommen sie 1,5 % Zinsen. Werden jedoch 5.000,00 EUR angelegt, so erhalten Kunden zum Beispiel 2,5 % Zinsen. Der Zinssatz steigt also mit dem Anlagebetrag. Die Zinsstaffel ist in der Regel an bestimmte Betragsgrenzen gebunden. Legen Kunden im vorgenannten Beispiel nur 4.999,00 EUR an, so erhalten sie lediglich 1,5 % Zinsen. Verbraucher sollten vor jeder Anlage prüfen, ob eine Zinsstaffelung vorhanden ist. Zinsstaffelungen können sehr häufig bei Tagesgeldkonten gefunden werden.

Mit den Zinsstaffelungen wollen Banken und Finanzdienstleistungsunternehmen einen Anreiz schaffen, damit Kunden immer viel Geld auf ihren Tagesgeldkonten parken. Für Anleger ist die Zinsstaffelung natürlich attraktiv, da auf diese Weise zusätzliches Kapital generiert werden kann. Die Zinsstaffelungen können sich bei Tagesgeldkonten natürlich regelmäßig verändern, da die Zinsen variabel sind. Zinsstaffelungen können auch bei Festgeldern angeboten werden. Bei Festgeldern kann die Zinsstaffelung nach Beginn der Anlage jedoch nicht mehr geändert werden. Verbraucher sollten daher im Bereich der Tagesgeldkonten alle Staffelungen genau prüfen. Es kann sich in manchen Fällen lohnen, mehr Geld auf dem Tagesgeldkonten zu parken, um einen höheren Zinssatz zu bekommen.

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