Zinseszinseffekt

Der Zinseszins ist ein Zins, den Anleger auf bereits verdiente Zinsen erhalten. Bei der Ausschüttung der Zinsen werden diese nicht verfügt, sondern zusammen mit dem Anlagebetrag erneut investiert. Vor allem bei Festgeld- und Anlagekonten ist ein solcher Effekt bekannt. Aber auch bei einem Tagesgeldkonto kann ein Zinseszinseffekt entstehen, wenn Anleger die Zinsausschüttung nicht abheben, sondern ihr Geld für sich arbeiten lassen.

Generell erfolgt die Zinszahlung beim Tagesgeldkonto nicht auf ein Referenzkonto, sondern direkt auf das Anlagekonto. Die Häufigkeit der Zinszahlungen jedoch ist von Bank zu Bank sehr unterschiedlich. Viele Banken überweisen die verdienten Zinsen einmal pro Jahr an ihre Anleger, in der Regel erfolgt die Auszahlung zum 31.12. Andere Banken hingegen zahlen die Zinsen quartalsweise aus, wieder andere Institute haben sich für die monatliche Zinszahlung entschieden.

Da der Zinseszinseffekt nach der Auszahlung der Zinsen entsteht ist dieser umso größer, je häufiger die Zinsen überwiesen werden. Bei Banken, die eine monatliche Zinszahlung anbieten, können Anleger somit einen entsprechend höheren Zinseszinseffekt erzielen als bei Banken, die die Zinsen nur einmal jährlich auszahlen. Je nach Zinshöhe kann die Rendite der Tagesgeldanlage durch den Zinseszinseffekt um 0,05-0,1 Prozent pro Jahr höher ausfallen.

Beim Vergleich der Tagesgeldkonditionen, der online problemlos möglich ist, sollten Anleger also nicht nur den reinen Tagesgeldzins beobachten, sondern auch die Auszahlung der Zinsen berücksichtigen. Diese wird bei vielen Vergleichen angegeben und kann auch auf den Internetseiten der Banken abgerufen werden. Durch eine clevere Wahl der Anlagebank können Anleger so ihren Anlageerfolg steigern und mit dem Zinseszinseffekt eine höhere Rendite erwirtschaften, um ihr Geld weiter wachsen zu lassen.

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