Rendite

Die Rendite ist der Gewinn aus einer Geldanlage, sie wird meist in % p.a. (Prozent per annum, also pro Jahr) angegeben, kann und wird aber zumindest von Banken auch tagesgenau berechnet. Bei Tagesgeldern spielt das eine große Rolle, da diese schließlich täglich abgehoben werden können. Hier entsteht mit jeder Zinsgutschrift eine Rendite, die in unterschiedlichen Intervallen erfolgen kann, auch monatlich oder quartalsweise. Wenn für eine Tagesgeldanlage mit monatlicher Zinsgutschrift eine Rendite von 2,10% p.a. versprochen wurde und der Anleger nach einem Monat die Anlage abhebt, erhält er also eine Rendite von 0,175 Prozent.

Genaue Bestimmung der Rendite
Um eine Rendite wirklich exakt zu bestimmten, müsste die Inflation einkalkuliert werden. Das führt jedoch zu keinem brauchbaren Ergebnis, und zwar aus zwei Gründen:

    • 1. Die Inflation ist nicht exakt messbar. Kein Mensch kennt seine persönliche Inflation. Wer sich beispielsweise oft Elektronik kauft, erhält diese unter Umständen immer billiger, weil die Preise fallen, wer sich oft Strom kauft, fühlt dabei eine überproportionale Inflation. In der Tat können Menschen mit sehr viel weniger Geld einen fast adäquaten Lebensstil aufrechterhalten, wenn sie ihr Einkaufsverhalten ändern.
    • 2. Geld auf der Bank – zu welchen Zinsen auch immer – arbeitet stets gegen die Inflation. Geld unter dem Kopfkissen wird definitiv wertloser.

Aus diesen Gründen werden für die Rendite exakte Werte in Form von Zinsen genannt, wodurch verschiedene Geldanlagen absolut vergleichbar sind. Die Rendite eines Sparbuches fällt sehr gering aus, dann folgt das Tagesgeld und schließlich das Festgeld.

Rendite und Risiko
Eine alte Anlegerweisheit besagt, dass mit der Rendite das Risiko steigt. Börsliche Anlagen wie Aktien, Rohstoffe, Währungen oder gar Derivate auf diese Anlagen können eine sehr hohe Rendite erwirtschaften, sie sind gleichzeitig mit einem hohen Risiko behaftet. Die höchste sichere Rendite bringt eindeutig das Festgeld, gefolgt von manchen Versicherungsprodukten (deren Rendite aber nicht feststeht) und dem Tagesgeld. Natürlich ist auch das Verhältnis von Rendite und Risiko keine exakte Wissenschaft, es handelt sich lediglich um eine sehr erprobte Faustregel.

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